Die Welsburg
Schutzschild, Grafensitz, Raubritternest

 

Welsburg I
Posthume Darstellung des Raubritters Graf Gerhard von Delmenhorst

 

Welsburg III Die Welsburg wurde im Spätmittelalter um 1350 von den Grafen der Delmenhorster Linie des Hauses Oldenburg errichtet.
In der Niederung der Welse im Grenzgebiet zur Grafschaft Oldenburggelegen, wird sie 1359 erstmals erwähnt. Die Burg gehörte zu einem Landwehrsystem und diente
damit dem Schutz der Grafschaft Delmenhorst im Westen. Zudem konnte von hier aus die Flämische  Straße, ein wichtiger Fernverkehrsweg, kontrolliert werden. Zeitweise war die Burg wohl auch Sitz der Grafenfamilie.
Welsburg V  Um 1407 wurde die Welsburg durch die Bremer zerstört, danach aber wieder aufgebaut.
1450 übernahm Graf Gerd die Regentschaft.
Unter ihm wurde die Welsburg zu einem gefürchteten
Raubrittersitz, von dem aus immer wieder Kaufleute ausgeplündert wurden.
Bis schließlich um Weihnachten 1480 auf Betreiben des Bischofs von Münster die Bürger der Stadt Wildeshausen die Welsburg eroberten und vollständig zerstörten. Danach     wurde sie nicht wieder aufgebaut.
Zwischen 1983 und 1989 förderten Ausgrabungen teils spektakuläre Fundstücke zu Tage. Das Gelände der Weisburg steht unter Denkmalschutz          
Welsburg IV  Die Welsburg gehört zum Typ der so genannten Gräftenburgen. Den Kern bildete ein quadratisch aufge schütteter Burghügel, hier von 35 m x 35 m. Er war von einer Palisade und einem breiten Wassergraben gesichert und trug Haupt- und Nebengebäude.
Eine Brücke führte zur zweigeteilten Vorburg mit Stellungen und Wirtschaftsgebäuden. Die Vorburg war ebenfalls durch einen Wassergraben geschützt.                     
   

 

Welsburg II

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Die Welsburg