Die Dorfgemeinschaft

                                                             Das Dorfhaus

 

                         Die Bauerschaft Klattenhof

Die Bauerschaft Klattenhof liegt am nordöstlichen Rande der Gemeinde Dötlingen; ihre Gemarkung erschließt sich über ca. 4 x 5 km in fast geschlossener Kreisform um den etwa 300 ha großen Staatsforst Stühe. Zu Klattenhof gehört auch das ca. 55 ha umfassende Welsburger Holz. Der Ort hat um die 150 Einwohnerinnen und Einwohner und weist mehrere landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe auf. Die übrigen Arbeitsplätze der örtl. Bevölkerung liegen im engeren, aber auch weiteren Umfeld (Wildeshausen, Delmenhorst, Oldenburg, Bremen, Vechta, ...)

Das sehr gut funktionierende Gemeinschaftsleben wird von der Dorfgemeinschaft Klattenhof e.V. organisiert (Kohlfahrt, Maifeier, Osterfeuer, Dorfaus-flug, Radtour, Weihnachtsfeier und vieles mehr). Diese Aktivität hat dem Dorf Ende der 90er Jahre noch Siege auf Gemeinde-, Kreis- und Bezirksebene, im Dorfwettbewerb sogar einen 2. Rang auf Landesebene eingebracht. Neben der Dorfgemeinschaft besteht der ca. 11 Mitglieder umfassende Jagdbezirk Klattenhof, dessen Aktivität in Feld und Flur bereits ausgezeichnet wurde. Die Menschen aus Klattenhof, das für die Existenz weiterer Vereine zu klein ist, engagieren sich recht erfolgreich in den Vereinen benachbarter Ortschaften, z.B. in Brettorf, Bergedorf, Bürstel-Immer, Ganderkesee, Hatten, etc.

Neben den zwei Waldflächen bildet das Landschaftsschutzgebiet der anmoorigen Welseniederung ein wesentliches Element der Gemarkung, die auf der Wasserscheide zwischen den beiden Einzugsgebieten der Hunte und der Delme liegt. In der Welse hat der Fischereiverein Delmenhorst Aale, Bachforellen, Teichforellen, Neunaugen und Lachse (!) nachgewiesen.

Zu den im Wesentlichen von der Dorfgemeinschaft gepflegten Sehenswürdigkeiten gehören:

  • Das „Dorphus", ein von der Gemeinde gepachtetes ehemaliges Heuerhaus, das die Mitglieder der Dorfgemeinschaft in ca. 5000 Arbeitsstunden renoviert haben und gegen Gebühren für Familienfeste oder kulturelle Veranstaltungen (z.B. Ausstellungen) vergeben. Die gastronomische Betreuung erfolgt in Eigenregie oder durch Gastwirtschaften und
    Partydienste der Nachbarorte. Das Dorfhaus trägt sich - ohne Zuschüsse - aus den Gebühren.
    Zum Haus gehört auch noch ein überdachter Grillplatz. Den Pavillon haben die Klattenhofer ebenfalls nach eigenen Vorstellungen entworfen.
  • Der Dorfplatz mit der ersten seinerzeit im Landkreis gepflanzten „Einheitseiche", einer Anschlagtafel, dem zentralen Schulbus-Wartehäuschen, einer großformatigen Findlingsgruppe, einem geschnitzten Holzwegweiser und Anpflanzungen. Der Platz wurde bei einer Verkehrstechnischen Umgestaltung nach Entwürfen der Dorfgemeinschaft gepflastert.
  • Die Feldhake-Kreuzung der historischen Handelsstraßen Stedinger Weg und Bassumer Weg. Sie weist ein Kriegsdenkmal, ein von der Dorfgemeinschaft geplantes und gebautes Schulbushäuschen, einen großen Sitz und Rastplatz und einen weiteren Holzwegweiser auf. Die Grünanlagen hier, am Dorfplatz und mehrere Sitzplätze, insbesondere der am Fuhrenboom, werden von der Dorfgemeinschaft Klattenhof e.V. in Eigenregie unterhalten und regelmäßig saubergemacht.
  • Von der Welsburg (1359 1480), dem Wohnsitz Oldenburgisch-Delmenhorster Grafen in der Welseniederung sind nur noch einige Bodenerhebungen bzw. Gräben erkennbar. Die Dorfgemeinschaft widmet ihr aber seit etwa 1978 intensives Interesse und hat z.B. wesentliche Teile ihrer Wettbewerbspreisgelder für das Sponsoring der archäologisch wissenschaftlichen Erforschung gestiftet (siehe dazu „25 Jahre Initiative Welsburg").
  • Am Ort des „Freeschenbooms" (oder der Frieseneiche) im Stühe hat die Dorfgemeinschaft in Abstimmung mit ihrem Revierförster eine neue Eiche gepflanzt und einen Gedenkstein plaziert, der an die „Holland-Gänger" oder „Friesland-Gänger" erinnern soll, die sich in früheren, armen Zeiten hier versammelten, um als Gastarbeiter nach Holland auszuwandern.
  • Das Hasen-Ahlers-Denkmal erinnert an den Klattenhofer Wilddieb und „Aussteiger", der um 1900 im Stühe und in Immer lebte, der sich als Tagelöhner verdingte und einige legendenhafte Geschichten hinterlassenhat, die ein bezeichnendes Licht auf seine Zeit werfen.

 

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